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  • Die Glaubensblase nach der Glaubensblase (Teil 2)
Juni 25, 2022

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in Teil 1 haben wir uns die beiden ersten Glaubenssätze angesehen, für die wir oft sehr „anfällig“ sind, wenn wir uns aus einer Glaubensgemeinschaft, von einem Glauben oder einem Teil eines Glaubens getrennt haben:

  1. Wir glauben, Ängste verschwinden „irgendwie“ mit der Zeit und
  2. wir glauben, dass wir Gott nur richtig oder anders verstehen müssen.

Die nächsten beiden Glaubenssätze, die wir betrachten wollen, tragen jetzt auch das Potential einer echten „Barriere“ in sich. Und während wir bei den ersten beiden noch zu einer gewissen Offenheit in der Lage sind, sind jetzt Gedanken in unserem Kopf, die eine Änderung oft nicht mehr zulassen. Sie sind in uns angelegt wie eine Art Schutzfunktion – und es kann hilfreich sein, zu überprüfen, ob wir diesen „Schutz“ auch wirklich wollen:

  • Wir glauben (oder hier besser „fürchten“), dass hinter einer Hilfe der Teufel stecken könnte: „An dieser einen Sache […] darf nicht gerüttelt werden“ oder „Aber […] darf nicht in Frage gestellt werden“, … Und selbst, wenn ich als Ergebnis nur „anders“ glauben würde, könnte es ja sein, dass ich dann bereits „verblendet“ bin und eben nicht mehr „richtig genug“ glaube.
    Wer mir schon ein wenig folgt, weiß, dass dieser Punkt für mich viele Jahre Bestandteil meines Gedankenkarussells mit anschließender Angst-Attacke war.
    Dabei ist der Punkt, dass wir an Werten festhalten wollen, an sich nicht „falsch“ oder in irgendeiner Weise „verkehrt“. Wenn er allerdings mit Angst vor einer Strafe verknüpft ist, hält er uns mit einer sehr starken Macht davon ab, uns mit einer ganz bestimmten, „krankmachenden“ Weise des Denkens auseinanderzusetzen.
    Wenn aber der Inhalt unseres Glaubens ein genereller echter Wert ist, werden wir ihn auch nicht verlieren – und sollten ihn auch in Frage stellen dürfen, wenn wir darunter leiden.
  • Wir glauben (immer noch), die Welt ist tendenziell schlecht
    … und urteilen oft sehr schnell, sobald wir bestimmte Vokabeln hören, die bei uns negativ verknüpft sind (Bsp.: „Das ist ja ‚Positives Denken’“). Zu diesen Glaubenssätzen liegen häufig keine eigenen Erfahrungen vor. Und doch haben wir Bilder und Emotionen abgespeichert und es reicht oft eine Kleinigkeit (z.B. ein bestimmtes Wort), damit in Bruchteilen einer Sekunde ein Schutzwall emporschnellt. Ein oder zwei Argumente schießen uns in den Sinn und wir wenden uns ab – manchmal sogar durch eine körperliche Bewegung unterstützt. An dieser Stelle sind wir in der Regel nicht mehr in der Lage, weiter abzuwägen.Es ist ein wenig wie bei der „Herausforderung“, in ein unbekanntes (vielleicht ärmliches Land zu reisen – und vielleicht nur mit dem Rucksack. Menschen, die dies als Erwachsene zum ersten mal tun, berichten häufig darüber, dass sie vorher überall Probleme sahen – und Angst hatten, dass sie überfallen werden („Nein, das kommt für mich nicht in Frage“).
    Wenn sie dann von einem Freund oder Partner einfach mitgenommen werden, berichten sie nach der Reise oft von einer großen Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, die sie erleben durften – oft mehr als in ihrer Heimat. Und bei jeder neuen Reise freuen sie sich auf neue (kleine) Herausforderungen, die ihr Leben immer wieder neu bereichern werden.Es lohnt sich, einen neugierigen Blick auf unsere Reaktionen zu werfen, gerade wenn sie sehr schnell entstehen und ohne dass wir großartig darüber nachdenken. Woher sie kommen, ob sie auf eigenen Erfahrungen fußen und ob sie glaubhaft sind.

Zu den wirklich schwierigen Aufgaben in unserem Leben gehört es, einen Weg für uns zu finden.

Die größten Schätze in meinem Leben habe ich hinter diesen beiden Glaubenssätzen gefunden.

 

Bleib neugierig,

In dem nächsten Beitrag geht es um einen Glaubenssatz von Menschen, die bereits einiges ausprobiert haben – jedoch ohne Erfolg…

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