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  • „Religiöses Trauma Syndrom“, Teil 1: Zwei Missverständnisse

In dieser Serie möchte ich über das „Religiöse Trauma Syndrom“ informieren:

  • Welche 2 Missverständnisse mit diesem Begriff verbunden sind
  • Was er beinhaltet
  • Warum es wichtig ist, dass es diesen Begriff gibt
  • Welche Rolle unser Körper dabei spielt
  • Was ich unter „Heilung“ verstehe und
  • wie sie gelingen kann

Bereits in den Coachingbriefen „Verrat„, „Scham“ und „Woran glaubst Du jetzt?“ habe ich über das Religiöse Trauma Syndrom (RTS) geschrieben – oder anders gesagt: Über das, was es mit uns gemacht hat oder immer noch macht.

Ich kann mich leichter in den Auswirkungen erkennen als in dem Versuch einer Definition.

Und ich kann nicht vorschnell „abwinken“, weil es bei diesem Trauma 2 Missverständnisse gibt:

Missverständniss 1: Wir sagen „Ich hatte aber keine traumatischen Erlebnisse“ …
… und denken dabei an das bekanntere „Schocktrauma“, welches sich nach einer relativ kurzen Überlastung unseres Nervensystems ergibt, wie z.B. einer Vergewaltigung oder eines Missbrauchs.

Es gibt aber auch das „Entwicklungstrauma“, wenn z.B. eine Prägung zu einer anhaltenden Überlastung der Nerven führt.
Viele Menschen erleben entweder in der Zeit eines religiösen Glaubens oder in der Zeit danach genau dieses Entwicklungstrauma.

Es „macht was“ mit einem Menschen, wenn er sein Leben lang geglaubt hat,

  • „dass man nur durch die Güte eines Gottes vor einer ewigen Feuerhölle errettet werden kann“
  • „dass Gedanken schon Sünde sein können“
  • „dass man sich dieser Rettung aber nie zu 100% sicher sein kann“

Es „macht was“ mit einem Menschen, wenn er sich gegen diesen Glauben entscheidet – und die Unsicherheit über sehr viele Jahre bleibt.

Es „macht was“ in unserem Körper.
Es wird zeit,unserem Körper zu helfen.

Missverständniss 2: Das gibt´s ja nur in Sekten“ …
Es gab Zeiten, da habe ich Sekten-Aussteiger beneidet. Ich weiß, wie sich das anhört, aber es war so: Sie hatten ein „anerkanntes Problem“. Jedem war klar: Sch….e, der hat schlimme Sachen erlebt.
Ich war Aussteiger aus einer Landeskirchlichen Gemeinschaft. Was war mir das peinlich! Alles friedliche und gute Menschen dort…

Und ich hab trotzdem gelitten wie ein Hund.

  • Heute tut mir das leid, dass ich so verglichen habe.
  • Heute weiß ich aber auch, dass diese Scham und das Leid, was wiederum aus der Scham heraus kommt, ebenfalls ein Teil einer traumatischen Situation ist.
  • Und heute weiß ich, dass das alles einen Namen hat.

Heute gibt´s keinen „Tipp“ und auch keinen „Stupser“.

Schön, dass du da bist
und dass es dich gibt!

Mach aus deinem Leben ein Meisterwerk,

 

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