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  • Buchempfehlung: Chatter – Die Stimme in deinem Kopf
November 12, 2022

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Stell dir mal die Szene vor, in der ein Mann mitten in der Nacht in seinem Wohnzimmer steht. In seiner Hand hält er einen Baseball-Schläger. Seine Sinne sind hellwach und er ist jederzeit bereit, sich zu wehren. In seinem Kopf ist der anonymen Brief von jemandem, der ihn und seine Familie bedroht. Die Polizei kann ihm nicht wirklich helfen - und er kriegt die Bedrohung nicht aus seinen Kopf raus.

Das "Lustige": Er ist Psychologe und Leiter eines Instituts, das sich mit den Prozessen im Gehirn beschäftigt:

  • Wie schaffen wir es, eine Distanz zu belastenden Gedanken herzustellen? 
  • Warum gelingt es dem einen und dem anderen nicht?

Und jetzt steht er mit seinem Baseball-Schläger im Wohnzimmer - und alle Versuche, über die Unwahrscheinlichkeit eines Überfalls eine Distanz in zu der Bedrohung aufzubauen, scheitern.

Warum ich dieses Buch so wertvoll finde: Es geht hier nicht um die "Behandlung krankhafter Symptome", sondern vielmehr um die Beobachtung von Menschen wie du und ich, die eben in bestimmte Situationen kommen können, in denen es uns nicht gelingen will, uns von unseren Gedanken zu distanzieren.

Warum ich es auch wertvoll finde, ist die Parallele zu "unserer" Thematik einer möglichen Bestrafung mit einer Hölle nach dem Tod. Denn genau wie in der Geschichte des Autors lässt sich die "religiöse Bedrohung" für viele von uns nicht einfach auflösen. Und während die einen sich von diesem Gedanken "distanzieren" können, bereitet er für andere bereits die Hölle auf Erden.

Wie du vielleicht vermuten wirst, werden unsere Fragen hier nicht direkt angesprochen oder gar beantwortet, aber wir können von den Geschichten der anderen eine Menge über uns lernen:

Nämlich,

  • wie wir Menschen schon seit Jahrtausenden "ticken" und
  • wie wir dabei faszinierende "Selbstheilungs-Methoden" entwickelt haben, die wir alle schon (oft unbewusst) eingesetzt haben.

Richtig spannend und interessant fand ich dabei die Beispiele von Menschen, die sich von ihren begrenzenden Gedanken zunächst nicht trennen konnten - und wie es dann doch "gelang":

  • Von dem Baseball-Spieler, der sich in einer entscheidenden Situation die falschen Gedanken macht - und Jahre benötigt, um wieder erfolgreich zu werden.
  • Von dem begabten Mädchen, das vom FBI rekrutiert wird und dadurch zwar ein Ticket aus den Slums heraus erhält - aber zu einem hohen Preis.
  • Von den Menschen, die mit dem Trauma von 9/11 zurechtkommen mussten - und was dabei überraschenderweise auch nicht geholfen hat.
  • Und auch von dem Autor, wie er es doch noch geschafft hat, zu seinen quälenden Gedanken eine Distanz herzustellen.

Das Potential unseres Gehirns wird auf eine faszinierende Art und Weise in beiden Richtungen vorgestellt: Wie Gedanken uns in einen Abgrund führen können - und wie wir dort auch wieder herausfinden können.

Ich finde dieses Buch wertvoll, weil es "Werkzeuge" vorstellt, die wir Menschen alle bereits nutzen. Und vielleicht lächelst du beim Lesen an der einen oder anderen Stelle auch in dich hinein und sagst dir: "Stimmt - das mache ich auch manchmal und danach geht es mir besser".

Ist das Buch hilfreich, sich auch von den "speziellen religiösen" Gedanken aus unserer Vergangenheit zu distanzieren, die wir nicht mehr in unserem Kopf haben wollen?

Ich denke, irgendwann werden wir zurückblickend sagen, dass es ein Mix aus verschiedenen Situationen, Überlegungen, Methoden, Menschen und auch Büchern war, was uns zu einem glücklichen Leben verholfen hat. 

Und ich bin mir sicher, dass dieses Buch seinen Platz darin finden kann.

Wenn du Freude daran findest, etwas tiefer in die faszinierenden Gedankenwelten deines Kopfes einzusteigen, dann ist dieses Buch meine ganz dicke Empfehlung für dich!

P.S.: Und hier (z.B. bei Amazon) kannst du dir das Buch mal ansehen.


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