fbpx

Heute geht es um eine Herzensangelegenheit von mir – und um eines der größten Dramen: Dem Umgang mit uns selber.

Dass wir in der Vergangenheit verletzt, missbraucht, gedemütigt, vernachlässigt wurden oder uns immer noch in einer schlimmen Phase befinden, führt in der Regel nicht dazu, dass wir uns über die Maßen liebevoll um uns und unsere Wunden kümmern.

Das Gegenteil ist viel häufiger der Fall: Wir machen selber fleißig (und freiwillig) weiter – und oft demütigen wir unseren Körper schon morgens beim Blick in den Spiegel.

 

Dabei war unser Körper vielleicht der einzige, der uns in den schlimmen Zeiten geholfen hat, indem er sich schützend vor uns stellte. Indem er Mechanismen genutzt hat, um unsere angegriffene kleine Seele zu „verstecken“.

Unser Körper hat das, was wir gesehen, gehört und gefühlt haben, mit einer schier unendlichen Energie in Bahnen gelenkt, die das Überleben unseres „Ich´s“ gesichert hat.

Wir sind noch da, weil unser Körper uns eine Heimat gegeben hat.

 

Wir sehen das nur leider nicht „automatisch“. Es ist sogar so, dass die normalen Mechanismen unseres Körpers in gewisser Weise so angelegt sind, einen Krieg gegen ihn zu begünstigen. Wir bekommen es oft gar nicht mit, wie wir uns in unserem inneren Dialog behandeln. Wenn wir sehen würden, dass jemand so mit seinem Kind redet, würden wir ihn anzeigen! Ich behandle mich immer noch so, wie ich früher von anderen be- oder miss-handelt wurde.

Aber wenn du willst, kannst du das Lesen kurz unterbrechen und jetzt an dieser Stelle einfach einmal tief durchatmen und „DANKE“ sagen!

 

Und dann lade ich dich zu einer Liebeserklärung an dich selber ein. Es geht darum, dass du dir regelmäßig und über einen längeren Zeitraum diese Liebeserklärung gibst: Ich liebe mich!
Vielleicht kommst du im Alltag ganz kurz zur Ruhe, hältst inne und sagst dir diese 3 Worte: „Ich liebe mich“. Und lass sie einfach so stehen. Such nicht nach Erklärungen („… weil Du dies oder jenes getan hast„). Schenke dir diese Worte vorbehaltlos. Morgens beim Zähneputzen: „Ich liebe mich„, auf dem Weg zur Arbeit: „Ich liebe mich„, während einer Pause: „Ich liebe mich“ und schließlich vor dem Einschlafen: „Ich liebe mich„.

 

Es kann sein, dass dir in deiner Vergangenheit eher das Gegenteil eintrainiert wurde: „Selbstliebe ist falsch„, „der Mensch ist sündig und von Natur aus schlecht“ und all die anderen unsinnigen und ungesunden Haltungen, die wir dann unserer Person gegenüber eingenommen haben. Vielleicht winkst du auch ab, weil du das (z.B. als Mann) ein wenig komisch findest oder du dieser Übung keine Chance gibst, weil sie so einfach ist.

Aber das sind auch schon die einzigen „Hürden“. Die Worte „Ich liebe mich“ müssen nicht noch zusätzlich von unserem Verstand analysiert werden. Sie gehen direkt ins Unterbewusstsein, wo die Kern-Glaubenssätze über uns selbst verankert sind.

 

Eine der größten Ängste eines jeden Menschen ist, ausgestoßen, abgelehnt, verraten – oder eben nicht geliebt zu werden. Damit würde er von der Gemeinschaft getrennt werden, die sein Überleben sichert. Geliebt zu werden ist ein absolutes Grundbedürfnis eines jeden Menschen – und ich kann selber dieses Bedürfnis stillen.

Probier es aus! Manche Menschen verspüren schon bei den ersten Übungen ein wohltuendes Gefühl, andere müssen ein wenig dranbleiben. Aber welcher Gedanke könnte besser für uns sein als diese 3 Worte „Ich liebe mich„?

Das schöne an dieser Übung ist: Du musst dich nicht zu etwas überwinden, was ggf. unangenehm ist. Du nimmst die 3 Worte einfach wie einen Pausen-Snack zu dir und tust dir zwischendurch einfach mal was Gutes.

 

Ich geb dir gerne auch einen Ausblick, was dabei im Kopf passiert: Die Art und Weise, wie wir uns selber sehen, verändert uns grundlegend. Durch die Übung wird deine alte Grundeinstellung langsam durch neue Muster ersetzt, die schließlich auch in deinem Verstand ankommen.
Diese Übung ist Balsam für dein ganzes Ich. Sie verändert die Art und Weise, wie du selber mit dir umgehst: in den Gedanken, die du denkst, in den Entscheidungen, die Du triffst und in den Erfahrungen, die Du sammeln wirst.

 

Und wenn ich mir die Worte nicht glaube? Wenn mir jedesmal, wenn ich sie ausspreche, 20 Begründungen in den Sinn kommen, warum das einfach nicht stimmt? Was, wenn ich es nicht schaffe, mich selbst zu lieben?

Naja, dann dauert es eben etwas länger: Der Wunsch, geliebt zu werden, ist in uns allen bereits als neuronales Muster angelegt. Wenn du kurzfristig keine positive Wirkung verspürst, ist das also nicht schlimm: Dann gib dir eben die Zeit, die notwendig ist. Was spricht denn dagegen, mit dieser Übung durch den Tag zu gehen?

 

Mach aus deinem Leben ein Meisterwerk,

Page [tcb_pagination_current_page] of [tcb_pagination_total_pages]