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Wissen: Wie "Heilung" gelingt


Wie "Heilung", eine Therapie oder ein Coaching gelingen kann

Menschen, die von den Problemen betroffen sind, die ich auf diesen Seiten schildere, stehen vor der großen Herausforderung, geeignete Hilfe zu finden:

  • Ist eine Psychotherapie notwendig? Und wenn ja, wie finde ich einen Psychotherapeuten, der mich auch versteht?
  • Kann ich durch ein Coaching meine Probleme und mein Leben in den Griff bekommen?
  • Kann ich durch Lesen von geeigneten Büchern nicht auch eine Linderung erreichen?
  • Gehen die Probleme vielleicht auch von alleine "irgendwann" weg?

Meine Sicht ...

Ich möchte dir gerne meine Sicht auf diese Fragen schildern, damit du beurteilen kannst, ob du dem zustimmen kannst oder ob eine andere Form für dich sinnvoller ist:

- ... auf den Begriff "Heilung"

Es wird vielleicht ein wenig überraschen, aber ich glaube gar nicht an eine "Heilung" - weil ich nicht daran glaube, dass jemand mit einem Religiösem Trauma Syndrom "krank" ist. "Krank" sind wir, wenn unsere Organe, unsere Psyche oder unser gesamter Organismus eine Funktionsstörung hat.

Ich bin aber zutiefst davon überzeugt, dass unser Körper und unsere Psyche alles richtig gemacht haben.

Mir gefällt das Bild, dass sich mein Körper schützend um mein kleines "Ich" gekümmert hat. Dass er vielleicht sogar - wie im Winter - eine große Mauer um mich herum gebaut hat, damit ich nicht erfriere. Aber ich konnte mich auch nicht so frei bewegen wie im Frühling. Der Winter ist weder gut noch böse. Es ist einfach die Zeit, in der ich gelebt habe. Und mein Köper hat sich darauf eingestellt und alles dafür getan, damit ich überlebe. Und jetzt (im Frühling?) erkenne ich, dass ich noch da bin.

Es geht mir also nicht darum, Probleme aus der Vergangenheit "aufzulösen" (was immer mit diesem Begriff gemeint sein soll) oder zu reparieren - weil nichts kaputt ist.

- ... auf den Prozess

Ich höre oft in den ersten Gesprächen, dass "das Leiden einfach verschwinden soll". Gleichzeitig tun wir uns so schwer, überhaupt an eine Heilung zu glauben, geschweige denn, uns das "End-Ergebnis" vorzustellen. Da ich selber 15 Jahre unter diesen Ängsten gelitten habe, weiß ich, wovon ich rede. 

Ich habe die Form eines "Coachings" gewählt, weil ich selber auf diesem Weg die besten Erfahrungen gemacht habe. Darüber hinaus war es für mich damals "undenkbar", zu einem Psychotherapeuten zu gehen. Man könnte sagen, dass meine Prägung diesen Weg komplett ausgeschlossen hat. Heute sehe ich das anders - gleichzeitig bin ich aber überzeugt und fasziniert von dem Prozess, den wir in einem Coaching durchleben können.

Ich verstehe Coaching als einen Veränderungsprozess unter Anleitung durch eine Person, die schon da ist, wo ich hinkommen will.

Das bedeutet:

  • es gibt eine Idee, wie dieser Prozess aussehen könnte, und
  • es gibt eine Landkarte, an der man sich orientieren kann.

Egal, wo du Hilfe suchst, frag nach diesen Punkten - es ist dein Leben!

- ... auf das Ziel

Für mich bedeutet "Heilung" die Integration der Vergangenheit in mein Leben. Mir gefällt das Bild eines Tores, durch das wir während unserer persönlichen Heldenreise durchschreiten. Ein Tor, das zu mehr Integrität, Wissen und Weisheit führt.

Und vielleicht findet man einen wunderschönen roten Faden, der sich schon durch sein ganzes Leben gezogen hat. Nicht von dem Leid, sondern von dem "Ich", dass seinen Weg gefunden hat.

Die Angst vor Veränderung

Wir erleben es bei vielen psychischen Problemen, dass ein "Weg heraus" immer auch "Unsicherheit" bedeuten kann. Denn auch, wenn das ganze Leben als überaus leidvoll erlebt wird, kommt es zu einer Art "Balance", mit der man sich arrangieren kann. Diese Balance bietet sogar eine gewisse Form von Sicherheit, weil das Leid zu einer gewohnten Umgebung geworden ist.

Bei einem Religiösen Trauma Syndrom kommt leider noch ein weiterer Faktor hinzu: Die Befreiung von einer "Angst vor der Hölle" wird als  "Abtöten" der Stimme Gottes empfunden, der uns ja nur vor der Hölle bewahren will. Bringe ich also diese Stimme zum Schweigen, verschließe ich mir eine mögliche spätere Umkehr - und ich komme mit noch größerer Wahrscheinlichkeit in eine Hölle.

Es ist ein weiteres Gedankenkarussell, aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt. Ich persönlich denke, dass dies der Grund ist, warum viele Menschen erst gar nicht nach einer Lösung suchen: Jede Lösung vergrößert die Angst vor der Hölle.

Dieses Problem werde ich analytisch nicht lösen können. Aber es kann gelingen, das Thema "einzukapseln". So, als wenn ich eine Liste von 10 Problemen vor mir habe und die "Angst vor der Hölle" eben eines davon ist. Und es ist völlig ok, wenn ich mich erst einmal um die anderen Themen in meinem Leben kümmere und hier in kleinen Schritten Selbstvertrauen aufbauen kann.

Der Schlüssel zur Veränderung

Es gibt ein weitverbreitetes, unausgesprochenes Verständnis, wie eine erfolgreiche Therapie oder auch ein Coaching dann abläuft:

  • Man redet über seine Vergangenheit ("au weia"...) und stößt dabei auf sehr unangenehme Einzelheiten,
  • man führt ein Tagebuch,
  • man hört zu, was der "Spezialist" dazu sagt,
  • und "irgendwie" verschwinden dann meine Probleme oder "lösen sich auf".

Dies kann aber weder ein Therapeut noch ein Coach leisten - und: seien wir ehrlich: wirklich glauben tust du auch nicht daran.


Was ist dann aber der Schlüssel, warum bei dem einen Veränderung gelingt und bei dem anderen nicht?

In einem Veränderungsprozess geht es im Wesentlichen darum, die Ressourcen zu erkennen, die wir besitzen - und zu erlernen, wie ich sie nutzen kann.

Es hört sich vielleicht etwas merkwürdig an: Ob die Integration deiner Vergangenheit in dein Leben gelingen kann, hängt zu einem großen Teil davon ab, wie sehr du diesen Prozess der Veränderung magst.

Für viele wird dieser Veränderungsprozess zu einem festen Bestandteil ihres Lebens. Und wenn jemand zu ihnen sagt, dass sie "bitte so bleiben sollen, wie sie sind", lächeln sie in sich hinein: "Das wird mit Sicherheit nicht passieren!"

Diese Menschen machen aus ihrem Leben ein Meisterwerk!