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  • Schon mal gehört, dass man dir “wirklich Mut machen will, einen Therapeuten aufzusuchen”? Und wie ging es dir dabei?
April 18, 2022

Teile diesen Beitrag gerne und sende ihn an jemanden, den du magst:

In den letzten Tagen habe ich zu dieser Frage eine kleine Umfage auf Instagram gestartet – und vielen Dank, wenn du dich auch beteiligt hast.

Um es kurz zusammenzufassen: Es gibt bei den meisten Fragen ein recht ausgewogenes Ergebnis – und auch ein paar Ausreißer. Aber schau dir das Ergebnis gerne an, ich habe es unter dem Beitrag angefügt.

Und gleich vorweg: Wenn dich das Ergebnis belastet, weil viele andere in einer Therapie eine Hilfe sehen, sie für dich aber undenkbar ist, dann stell dir vielleicht vor, dass dieser Beitrag jetzt nur für dich geschrieben wurde! Denn du bist nicht wieder “falsch”, “zu schwach” oder “irgendwie anders”. Vielleicht denkst und fühlst du völlig richtig. Und vielleicht findest du in dieser Reihe etwas viel Sinnvolleres für deinen Weg – bleib neugierig!

Die Umfrage war der Start einer kleinen Reihe, die ich mit “Schritte heraus” überschreiben werde. Es soll darum gehen, was (aus meiner Sicht) eigentlich auf einem Weg zur Besserung “passiert” – oder was genau sich hier “entwickelt” – oder wie eigentlich ein “Ergebnis” aussehen kann…

Bist du neugierig? Schön 🙂

Ich möchte dir ein Beispiel geben, um meine Motivation für diesen Artikel zu beschreiben: Nehmen wir an, du bist ein ambitionierter Sportler und hast dir deine Fähigkeiten bisher alle selber beigebracht. Du hast schon einiges geschafft und spürst gleichzeitig, dass noch viel mehr “in dir steckt”. Aber du kommst einfach nicht weiter – so sehr du dich auch anstrengst.

Als jemand, der sein Potential nutzen will, wirst du dir jetzt diese oder ähnliche Fragen stellen:

  • habe ich Schwachstellen, die ich z.B. durch andere Muskelgruppen kompensieren kann?
  • welche Stärken kann ich gezielt trainieren?
  • habe ich den richtigen Trainingsplan?
  • konzentriere ich mich auf die richtigen Stellschrauben?
  • habe ich mentale Sperren?
  • ernähre ich mich richtig?
  • umgebe ich mich mit den richtigen Menschen?
  • habe ich das richtige Material?
  • liegen Krankheiten vor, die ggf. behandelt werden müssen?
  • wo kann mir ein Trainer helfen und wo ein Arzt?

Was mir an diesem Bild gefällt: ich sehe das Leben tatsächlich als eine Art “Spiel” und wir sind alle mit einer individuellen Dosis an Genen und Vergangenheit im Rennen. Mir gefallen auch die Geschichten der Sportler, die mit einer besonders ungünstigen Ausgangslage im Rennen sind – und trotzdem siegen. Erstaunlicherweise gibt es diese Kombination häufig…

Auf was ich hinaus will: Wenn du dich in dem wiedergefunden hast, was du (vielleicht auch bei mir) über ein Religiöses Trauma gelesen hast, muss eine Psychotherapie nicht automatisch der richtige und schon gar nicht der einzige Ausweg sein – auch wenn das Wort “Trauma” enthalten ist.

Mir gefällt in diesem Zusammenhang die Aussage von Klaus Bernhardt, Therapeut und Verfasser des Bestsellers “Panikattacken und andere Angststörungen loswerden”, wenn er sagt, dass wir gut damit beraten sind, nicht nur den Genesungsprozess der 10-20% der Menschen zu berücksichtigen, die mit ihrer Not eine Psychotherapie durchlaufen, sondern vielmehr darauf schauen sollten, was glückliche und zufriedenen Menschen (auch ohne Therapie) anders machen – obwohl sie eine miese Vergangenheit hatten.

In den kommenden Beiträgen will ich ein wenig darüber berichten, wie aus meiner Sicht ein solcher Genesungs-Prozess aussehen kann.

Meine 3 Tipps, wenn bei dir etwas anders werden soll:

  1. sei neugierig – es ist vielleicht wie bei unserem Glauben: Es gibt nicht nur den einen richtigen Weg. Es muss für dich Sinn ergeben!
  2. Wenn du eine Begleitung suchst, mach dich mit dem Prozess vertraut, der vorgeschlagen wird. Wahrscheinlich sind es mehrere Schritte mit einer Art “Endresultat”. Wenn dieser Prozess für dich nachvollziehbar zu deinem Wunsch-Ziel führt, dann finde ein “Ja” dazu.
    Halt die Augen offen nach jemanden, der für eine zeitlang den “Job” übernehmen kann, an dich zu glauben. Das kann eine Person sein, die vielleicht diesen Funken Neugierde in dir sieht.
  3. “come in and find out” – aber in der richtigen Bedeutung: “Triff eine Entscheidung und finde es heraus”. Lass dich auf den gewählten Prozess ein und schenk dir Zeit für deine Veränderung.

Mach aus deinem Leben ein Meisterwerk,

 

Hier das Ergebnis zur Umfrage: Was empfindest du, wenn du hörst oder liest, “Ich will dir wirklich Mut machen, damit zu einem Therapeuten zu gehen”?

Prozentangaben der Antworten

Siehst du Hilfe?    (59%)
oder: Siehst du weitere Probleme?    (41%)

Guter Rat    (17%)
oder: Guter Rat, aber…    (83%)

Eher Mut machend    (63%)
oder: Eher einengend    (37%)

Eher entspannend    (23%)
oder: Eher stressig    (77%)

Eher erleichternd    (48%)
oder: Eher beschwerend    (52%)

Eher anregend    (32%)
oder: Eher problematisch    (68%)

Ein Ausweg wird greifbarer    (63%)
oder: Ein Ausweg entfernt sich    (37%)

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