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zugegeben, der heutige Brief ist eher etwas für die logisch-orientierten Menschen unter uns 🧠, aber die gibt es ja auch …

Der mathematische Ausdruck der Zahl „i“ ist √(-1). Sie ergibt sich aus der Gleichung x² + 1 = 0. Demnach wäre x² = -1 oder x = √(-1), und das geht eigentlich nicht, weil die Multiplikation zweier positiver Zahlen nicht negativ werden kann.

Also nennt man das Ergebnis erst mal „i“.

 

Praktische Anwendungen gibt es z.B. im Bereich

der Schwingungen und des Wechselstroms,

und bei uns:

 

Es geht um den Umgang mit einem Problem, für das es mit herkömmlichen Mitteln keine Lösung gibt:

Die Zahl „i“, also √(-1) ist für unseren Verstand nicht denkbar. Und was tut der Mathematiker, der nicht zulassen will, dass es für ein mathematisches Problem keine Lösung gibt? Er läßt es, wie es ist, gibt dem Kind einen Namen („i“) und bereitet dann den Rest der Gleichung so auf, dass sich die komplexe Zahl „i“ am Ende auflösen läßt.

 

Ich stand damals vor dem für mich unlösbaren Problem, als ich nach dem Bruch mit meinem Glauben Angstattacken bekam, was wohl mit mir nach dem Tod passiert, wenn das mit dem Glauben doch stimmen würde. In meinem bisherigen Gedankenkonstrukt lebte ich ständig mit dem Glauben, dass es einen Teufel gibt,

  • der unserem Verstand einen Streich spielt
  • der uns von Gott entfernen will
  • der uns einflüstert, dass ein Leben ohne Gott doch viel besser ist

Und diesen Gedankenkonstrukt konnte ich nicht widerlegen. Der logische Aufbau dieses Gedankens innerhalb meines alten Glaubenssystems war quasi in allen meinen Hirnwindungen hinterlegt. Und das eigentlich Schlimme war, dass ich mir dessen voll bewußt war.

Ich konnte also von meinem Verstand her nicht mehr an einen Gott glauben – und wollte es auch nicht mehr. Gleichzeitig konnte ich aber auch nicht belegen, dass das alles nur Einbildung war.

Und in meiner geprägten Vorstellung spielte ich mit einem hohem Einsatz: Einer ewigen Feuer-Hölle. Und ich war der Überzeugung, dass ich mich in einem unlösbarem Dilemma befand, weil ich ja erst nach dem Tod wissen konnte, was stimmt und was nicht. Aber dann wäre es eben zu spät.

 

Und heute? Ich weiß immer noch nicht zu 100%, ob das mit Himmel und Hölle stimmt oder nicht stimmt. Aber ich weiß auch nicht, ob es nicht doch Shiva oder Allah oder den Osterhasen gibt. Für alles gibt es mehr oder weniger gute Indizien und viele Menschen sind von dem jeweiligen Glauben überzeugt.

Ich glaube mittlerweile, dass ich etwas Glück hatte, als ich anfing, den Rest der Gleichung meines Lebens so zu bearbeiten, dass sich auch mein damals unlösbares Problem gelöst hat.

Mir gefällt, dass die Mathematiker dieser komplexen Einheit einfach einen Namen gegeben haben und dann den Rest der Gleichung nach ganz bestimmten Regel bearbeitet haben – und das ist mein eigentlicher Tipp für heute: Wir können unser unlösbares Problem einklammern und ihm auch einen Namen geben. Wir können es (imaginär) auf ein Kissen setzen und ihm liebevoll mittteilen, dass es einen Platz in unserem Leben hat. Dass wir es nicht bekämpfen werden. Und dass wir jetzt anfangen, den Rest der Gleichung des Lebens zu lösen – und zwar so, dass wir am Ende alle unseren Platz gefunden haben.

 

Wie ich das gemacht habe, beschreibe ich in diesen Coachingbriefen. Nicht alles wird jeder übernehmen können – dafür sind die Gleichungen des Lebens zu unterschiedlich.

Ich denke aber, dass es 3 Grundregeln gibt:

  1. Ich komme garantiert nicht weiter, wenn ich aufgrund eines großen Problems gar nichts mache
  2. Es ist nicht klug, mit den scheinbar „unlösbaren“ Problemen zu beginnen
  3. Wenn ich den Rest der Gleichung meines Lebens klug bearbeite, löst sich auch mein „unlösbares“ Problem

Wow: wie toll, dass es Mathe gibt!

Mach aus deinem Leben ein Meisterwerk,

 

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