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Neben neuem Wissen sind neue Fähigkeiten wie ein Turbo, wenn ich in meinem Leben etwas verändern will – darüber haben wir schon in den letzten Coachingbriefen gesprochen. Und bei uns sind es mentale Fähigkeiten – also das, was ich in meinem Kopf ändern kann.

Aber die Frage ist berechtigt, wie viel Spielraum ich dabei eigentlich habe. Und ich bin ehrlich und direkt zu Dir – es ist leider nur sehr wenig:

Wissenschaftler haben es wohl nachgewiesen: so ca. 80% meiner Gedanken sind die von gestern.
Kann ich das Gehirn dann irgendwie austrixen? Nein, den Kampf wirst du verlieren. Wenn es um Veränderung geht, gibt uns unser Gehirn gewisse Grenzen vor – und es ist nicht sehr weise, diese zu übersehen.

Frustrierend? Das mag man vielleicht auf Anhieb denken! Es ist aber auch tröstend: Ich kann gar nicht alles auf einmal ändern! Selbst, wenn ich es mir noch so sehr vornehme. Es sind immer nur kleine Schritte möglich.

Ich liebe den Satz: „Wir überschätzen, was wir in kurzer Zeit erreichen können, aber wir unterschätzen die Regelmäßigkeiten.“

Gerade, wenn wir über viele Jahre oder gar Jahrzehnte (wie ich) nach den Vorgaben einer Glaubensgemeinschaft gedacht haben, werden wir nicht in kurzer Zeit anders denken können.
Mag sein, dass wir in manchen Situationen unser Gehirn kurzfristig und erfolgreich austrixen können, aber es wird anfangs ein willentlich angestoßener Prozess sein. Bis unser Gehirn automatisch ohne ständige religiöse Verknüpfungen denkt, wird eine ganze Zeit ins Land gehen.

Aber diese Zeit kann ich aktiv und neugierig verbringen.

Und ich habe meine 20%, die ich täglich an neuen Gedanken denken kann.
Und ich habe dabei 100% Gestaltungsmöglichkeit.
Und es ist wirklich eine freie Wahl.

Ich stell mir das immer gerne wie eine Speisekarte voller Gedankenvorschläge vor, aus der ich jetzt auswählen kann – und ich bin wählerisch:

Ne, den hatte ich gerstern erst …
Hmm, bei dem Gedanken krieg ich immer Blähungen
Bei dem Gedanken lande ich immer bei Tante Frida, auf die bin ich allergisch
Oh, das hier hört sich total lecker an“
Oder hier – lecker…“
Und zum Nachtisch …

 

Du verstehst, was ich meine? Es spricht nichts dagegen, sich immer wieder für Gedanken zu entscheiden, bei denen du dich wohl fühlst. Glaub mir: In den 80%, die automatisch ablaufen und die du nicht ändern kannst, sind genügend Zutaten drin, die dein Körper und dein Geist nur schwer verdaut!

Wir sind hier bei einem der Schlüsselpunkte in unserer Entwicklung nach dem Bruch mit unserem Glauben. Vielleicht war das in deinem Leben ein längerer Prozess oder auch ein zentrales Ereignis, bei dem sich schlagartig ein Hebel umgelegt hat. Aber in beiden Fällen wird dein Gehirn immer wieder noch gerne auf bekannte Muster zurückgreifen und die Gedanken vom „Vortag“ denken – einfach, weil das weniger Energie kostet.

Aber die 20%, die hast du in der Hand. Und die kannst du so gestalten, wie du es willst und wie es dir gut tut!

Probier es doch aus, vielleicht gleich heute abend vor dem Einschlafen. Vielleicht genauso, wie du dich in einem neuen Restaurant auf einen Gaumengenuss freust – und wenn es dir schmeckt, dann mach das immer wieder!

Einstein sagte: „Es grenzt an Wahnsinn, wenn ich andere Ergebnisse erwarte, aber tagtäglich das gleiche tue„.

Mach aus deinem Leben ein Meisterwerk,

 

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